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Verschiedene vaishnava-Gruppen (verschiedene Hare-Krishna-Gruppen)

Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977) war ein Schüler von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, der für die gegenwärtigen Gaudiya-vaishnavas eine sehr herausragende Stellung einnimmt. Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur gründete in Indien die Gaudiya Math. Er weihte tausende Schüler in die Verehrung von Radha und Krishna ein, unter ihnen nur ein paar wenige aus dem Westen und eröffnete ca. 64 Tempel und Zentren.

Nach dem Davonscheiden Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakurs spaltete sich die Gaudiya Math in verschiendene Zweige. Bedeutende Führer der Gaudiya-Math-Zweige waren, neben dem, wegen seiner Breitenwirkung bekanntesten Vertreter, Bhaktivedanta Swami Prabhupada, der die ISKCON gründete, beispielsweise Bhakti Prajnan Keshava Goswami Maharaj und sein Schüler Bhaktivedanta Narayana Goswami (1921-2010). Letzterer weihte sehr viele Schüler ein und setzte seine Predigertätigkeit ab 1991 auch im Westen fort. Weiterhin nahm Bhakti Rakshaka Shriddhara Dev Goswami (1895-1988) eine bedeutende Stellung ein, da nach Bhaktivedanta Swami Prabhupadas Davonscheiden, manche seiner führenden westlichen Schülern ihn aufsuchten, um Ratschläge von ihm anzunehmen und von ihm zu lernen. Allerdings gibt es in Briefen von Bhaktivedanta Swami Prabhupada wiederholt Hinweise an seine Schüler, keinen oder nur zurückhaltend Kontakt zu seinen Gottbrüdern (anderen Schülern seines eigenen spirituellen Meisters) zu unterhalten. Bhaktivedanta Swami Prabhupada warnte seine Schüler Anweisungen oder Führung von seinen Gottbrüdern anzunehmen. Auch Bhaktivaibhava Puri Maharaja und ein paar weitere verbreiteten im Laufe der Jahre nach Bhaktivedanta Swami Prabhupadas Davonscheiden den Vaishnavismus in Ländern außerhalb Indiens. Mittlerweile führen die Schüler der oben Benannten die Predigertätigkeit fort.

Auch von der ISKCON spalteten sich mehrere Schüler ab. Beispielsweise Tripurari Swami, Swami Narasingha und Paramadvaiti Swami, die ihre eigenen Institutionen gründeten und viele Tempel und Zentren eröffneten.

Die verschiedenen vaishnava-Gruppen, die man im Laufe der Jahre kennenlernen kann, weisen in ihrer Lehre und Praxis einzelne Unterschiede zu einander auf. Die Gemeinsamkeiten innerhalb der Zweige der Gaudiya Math, sind allerdings überwiegend. Dennoch sind, meist im Internet, verschiedene Debatten über bestehende Meinungsdifferenzen im Gange, die manchmal von überreagierenden Schülern, die die Linie ihres eigenen Gurus verteidigen wollen, angeheizt werden. In allen diesen Gruppen habe ich, soweit ich sie kennenlernte, Menschen mit echter Liebe zu Radha und Krishna kennengelernt. Die Schwerpunkte und Ausrichtungen sind etwas unterschiedlich, und es gibt in jeder Gruppe auch Anfänger, weniger ernsthafte Mitglieder, sehr Fortgeschrittene aber auch einige etwas materiell motivierte. Zu den letzteren zähle ich mich allerdings auch selbst.

Bei all den guten Dingen, die man in den verschiedenen Gruppen findet, mußte ich doch immer wieder in diesen Hare-Krishna-Gruppen verschiedene Unstimmigkeiten feststellen, die mich veranlaßten, mich von keinem Guru einweihen zu lassen. Krishna sei Dank bin ich ohne die Einweihung durch einen Guru durchaus zufrieden. Zu vieles habe ich gehört und erlebt, das mich davon abhält, einen Guru anzunehmen. Nichtsdestotrotz kann ich von verschiedenen Gottgeweihten und Gurus, denen ich immer wieder begegne auch verschiedenes lernen und bin dafür dankbar.